20 Jahre Maffei-Weihnacht
Einzigartiger Adventsmarkt schaffte es in die Spitzengruppe in Nordbayern
Ehrenamtliche Helfer geben jetzt das Aus bekannt
Auerbach. Schweren Herzens haben sich die ehrenamtlichen Helfer des Fördervereins
Maffeispiele dazu entschieden, nach 20 Jahren Maffei-Weihnacht den weithin bekannten
Markt aufzugeben.
Im Jahr 2005 hatte es auf dem Gelände des Alten Bergwerks in Nitzlbuch bei Auerbach die
erste beschauliche Bergwerksweihnacht gegeben. Die beleuchteten Fördertürme, der
festliche Glanz der vielen Lichterpyramiden und das legendäre Bergmannsfeuer, das die
Besucher auch bei Minusgraden von innen wärmte, sind zum Markenzeichen einer
Veranstaltung geworden, die es auf einen Spitzenplatz unter den Weihnachtsmärkten in
ganz Nordbayern geschafft hat.
„Das kam aber nicht von ungefähr“, blickt Vorsitzender Michael Grüner auf all die Jahre und
den Erfolg zurück. „Ein harter Kern an Helfern hat viel Freizeit geopfert, hat viel geleistet und
viel gegeben. Sie waren mit dem Herzen dabei, und sind es auch jetzt noch.“ Für dieses
Engagement über viele Jahre ist der Förderverein allen Helfern in der Vorbereitung und
Durchführung sehr dankbar. Aber es gibt viele Gründe, die laut Grüner zu einem Umdenken
geführt haben. „Mit dem Museum, mit den Führungen und den inzwischen zahlreichen
Veranstaltungen haben wir weiter genug zu tun.“ Allerdings ist der Vereinsspitze durchaus
bewusst, dass der Weihnachtsmarkt das finanzielle Standbein für den Museumsbetrieb und
die zahlreichen Investitionen gewesen ist.
Organisatorische Gründe waren es letztlich, die den Förderverein dazu veranlasst haben,
den Marktbetrieb einzustellen. Es gab immer mehr Auflagen und die Zahl der freiwilligen
Helfer beim Aufbau und beim Abbau des Marktes ging drastisch zurück. Zusätzlich sind die
Kosten in vielen Bereichen – nicht zuletzt beim Wareneinkauf – drastisch gestiegen. Nach
Abzug aller Steuern und Ausgaben ist ein Betrag geblieben, der in keinem Verhältnis mehr
zum Aufwand steht. Der Förderverein bedankt sich bei seinen treuen Ausstellern, die zum
Teil seit vielen Jahren die Bergwerksweihnacht und später den Grubenadvent mit ihrem
Angebot bereichert haben.
Dennoch soll es am jeweils zweiten Adventswochenende auf dem Gelände des Alten
Bergwerks nicht dunkel bleiben. Für neuen Lichterglanz wird jeweils am Samstag der Grubenzauber sorgen, den
der Förderverein Maffeispiele anstelle des bisherigen Weihnachtsmarktes in den Advent strahlen lässt.
Ein kleines, heimeliges Hüttendorf mit gastronomischen Angebot lädt vor allem die heimischen Besucher und Gäste zu
Genuss auf vielfältige Weise ein. Deftiges von Grill und Ofen, Vegetarisches und Süßes
werden nicht fehlen, ebenso nicht das legendäre Bergmannsfeuer und eine Überraschung
mehr. Auf der Bühne wird es ein Nachmittagsprogramm für Familien geben und ein
Abendprogramm, dass zum Flanieren im Lichterglanz und zum Wärmen an den Feuerkörben
einlädt.
Organisieren und betreiben wird den samstäglichen Grubenzauber der Förderverein Maffeispiele mit seinen
Aktiven in Eigenregie. „Wir können jeden Euro für den Betrieb des Museums gebrauchen“,
sagt Vorsitzender Michael Grüner abschließend.
Auf dem Freigelände empfängt eine schmucke Budenstadt die Besucher. Sämtliche Holzhütten gehören dem Verein und sind eigens dafür gebaut worden. Nach dem Umbau der Ausstellungen im Museum steht nur noch eine Halle für Stände zur Verfügung und auch dort wurde die Anzahl deutlich reduziert. Geblieben ist der Schaustollen, der weiterhin vier Ausstellern Platz bietet. Auch den weihnachtliche Lichterschmuck mit seinen einzigartigen Pyramiden wird es wieder geben. Die beiden Fördertürme werden ab der Dämmerungsstunde ebenfalls illuminiert.
Der Eintritt zum Grubenadvent ist frei. Besucher gelangen mit dem Auto bis zum Maffeigelände, der Veranstalter weist aber im Vorfeld darauf hin, dass die Zahl der Parkplätze begrenzt ist. Es wird dringend angeraten, Fahrgemeinschaften zu bilden oder – eine Bitte an die heimischen Besucher – einen Winterspaziergang zu machen. Zwischen dem Place de Laneuveville im Stadtzentrum und dem Bergwerk Maffei gibt es einen Zubringerbus vor allem für die heimischen Besucher, die damit auf das Auto verzichten können. Vorrang auf den Stellflächen haben vor allem die Aussteller, die aus dem gesamten nordbayerischen Raum nach Nitzlbuch kommen. Mehr dazu finden Sie unter Anfahrt.